Blick auf die Stadt Zarrentin aus der Vogelperspektive

Die SPD Zarrentin begrüßt die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs!


Wie Herr Lösel vom VLP mitteilte, ergeben sich ab Mitte Dezember folgende Verbesserungen:

  1. Es wird regelmäßige Verbindungen nach Büchen zum Bahnhof geben und auch Linien/Umsteigemöglichkeiten nach Ratzeburg und Mölln.
  2. Der VLP arbeitet auch mit den Busbetrieben im Kreis Herzogtum-Lauenburg zusammen. Dadurch ergibt sich eine zeitlich genau getaktete Anbindung von Zarrentin nach Sterley und somit die Möglichkeit dort die weitere HVV-Anbindung Richtung Hamburg in Anspruch zu nehmen.
  3. Es wird eine Rufbusverbindung nach Gudow mit dort ebenfalls passend getakteten Umsteigemöglichkeiten in das Bussystem vor Ort geben.
  4. Eine aufgewertete Busverbindung nach Boizenburg ermöglicht ebenfalls das Umsteigen in den Zug.
  5. Die bestehenden Linien werden aufgewertet. So soll es z.B. für die Linie 830 (Boizenburg / Zarrentin) 17 Fahrtangebote pro Tag geben und weitere Angebote an den Wochenenden.
  6. Die Busanbindung des A24 Businessparks soll verbessert werden.
  7. Generell soll das Busnetz sehr viel feinmaschiger werden (auch an den Wochenenden). Bisher gab es insbesondere bei Haltestellen in kleinen Dörfern oft nur ganz wenige Anbindungen am Tag gab und insbesondere an Wochenenden/Feiertagen gar keine Verbindungen. Mit dem Rufbussystem wird dies nun entscheidend verbessert, so dass auch kleine Dörfer endlich eine ordentliche Anbindung und Taktung erhalten.

Ein großer Teil dieser Verbesserungen ergeben sich durch das Rufbussystem. Im Prinzip funktioniert das so, dass die Bürger bis spätestens 2 Stunden vor der Abfahrt (Taktung laut Busplan der jeweiligen Haltestelle) bei einer Telefonnummer der VLP anrufen. Die VLP schickt dann gezielt einen Rufbus. Die Größe des Rufbusses orientiert sich am konkreten Bedarf. Wenn also aus einer Richtung nur eine Person gefahren wird, setzt die VLP ein kleines Fahrzeug ein. Sollte hingegen beispielsweise ein ganzer Verein eine Fahrt mit dem Rufbus unternehmen, stehen der VLP auch ihre großen Busse zur Verfügung.

Bei einer Veranstaltung zum Thema Rufbusse in Ludwigslust meinte Herr Lösel dazu sinngemäß: „Wenn Vereine/Gruppen z.B. einen Ausflug per Zug machen wollen, können sie unser Rufbusangebot nutzen um die Strecke bis zur Zuganbindung zu überbrücken. Als VLP können wir bei Bedarf auch mehrere Busse schicken.“

Zu den Preisen:

Der VLP erklärte, dass die Kosten für den Rufbus den bisherigen Tarifkosten entsprechen + ein Zuschlag von 1€ pro Fahrt und Fahrgast für die Rufbus-Serviceleistung.

So funktioniert die Bestellung:

Gültig ab Einführung des neuen Rufbussystems am 11. Dezember (!): Sie rufen bei der Telefonnummer 03883-616161 der Rufbus-Zentrale an und geben dort Ihren Namen, Ihre Rufnummer, die Anzahl der Personen, die gewünschte Fahrtstrecke und gegebenenfalls die Mitnahme von Tieren und sperrigen Gegenständen an. Ebenso können Sie angeben, dass Sie beispielsweise ein Kleinkind dabei haben, damit ein passender Kindersitz vorhanden ist. Der Anruf bei der Rufbus-Zentrale muss bis spätestens zwei Stunden vor Abfahrt erfolgen. Die Rufbus-Zentrale ist Montag bis Sonnabend von 6 bs 18 Uhr besetzt, außer an Sonn- und Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember. In diesen Fällen müssen Sie den Anruf bei der Rufbus-Zentrale entsprechend am Vortag machen.

Beförderung von Rollstühlen, Kinderwagen und Fahrrädern:

Wenn Sie die Mitnahme bei der Bestellung des Rufbusses angeben und die Fahrzeugkapazität/technische Ausstattung es zulässt, werden sie mitbefördert. Dies können Sie vorab bei der Rufbus-Zentrale klären. Fahrzeuge die aufgrund ihrer Bauart/Abmessung/Gewicht für Rufbusbeförderung ungeeignet sind, können nicht befördert werden (z.B. E-Scooter E-Fahrräder, Lastenfahrräder).

Fahrausweis für die ganze Strecke:

Fahrgäste können im Rufbus einen Fahrausweis erwerben, der für die gesamte Strecke gilt. So müssen Sie keinen neuen Fahrausweis erwerben, wenn sie am Umsteigepunkt in einen Linienbus umsteigen. Falls im Rufbus eine Quittung ausgestellt wurde, können die Fahrgäste diese im Linienbus gegen einen regulären Fahrschein umtauschen.

Schwerbehinderte, Schüler, Auszubildende:

Fahrgäste mit gültigem Schülerfahrausweis/Zeitfahrausweis bzw. Fahrgäste mit Schwerbehindertenausweis und gültiger Wertmarke zahlen pro Fahrt mit dem Rufbus nur den Komfortzuschlag (Serviceentgelt) von 1 Euro.

Quelle:

SVZ-Beitrag, Vortrag VLP (besucht durch Nina Gerling)

Hinweis:

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir keine Verantwortung für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen. Sie basieren auf den öffentlich bekanntgegebenen Informationen und werden von uns nach bestmöglichem Wissen weitergegeben.

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